07.09.2010 10:12:18
Die Verdachtsanzeigen von Geldwäsche im Internet haben sich in Deutschland nach jüngsten Zahlen fast verdreifacht. Ins Visier der Fahnder geraten jetzt zunehmend Online-Plattformen, Online-Shops oder elektronische Voucher-Systeme. Denn die Täter nutzen hier gezielt das Angebot, virtuelles Geld online anzulegen und später in den realen Wirtschaftskreislauf zu transferieren. Dabei profitieren die Kriminellen von stark wachsenden Transaktionszahlen, hinter denen sie unauffällig agieren können. Allein Social-Media-Plattformen verzeichnen inzwischen einen täglichen Werteumsatz in Millionenhöhe. Die dort virtuell erkauften Guthaben lassen sich die anonymen Teilnehmer beispielsweise bei Gelegenheit in realer Währung auszahlen. Für deutsche Unternehmen sind mit dieser Entwicklung erhebliche Risiken verbunden, sei es als Betreiber entsprechender Online-Angebote oder als Marktteilnehmer im Internet. Sie müssen im Rahmen ihrer Compliance-Aufgaben Wege finden, nicht ungewollt Teil des so genannten Cyber-Laundering von Kriminellen zu werden.


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02.09.2010 15:05:02
964 deutsche Geldautomaten fielen im vergangenen Jahr Manipulationen zum Opfer, 2008 waren es noch 809, also 20 % weniger. Und die Täter werden immer dreister: Nicht nur am Geldautomat, bereits über den Türöffner zum Bankfoyer greifen die Betrüger Daten über die Magnetstreifenkarte ab, Minikameras in Rauchmelderattrappen oder am Geldautomaten zeichnen die PIN-Eingabe der Kunden auf, aufgesetzte Tastaturen speichern die eingetippten Geheimzahlen.
27.08.2010 10:06:55
Gerade der Magnetstreifen stellt bei den gängigen Betrugsfällen mit Zahlungskarten einen hohen Risikofaktor dar. Die größte Gefahr besteht dabei im Kopieren der auf dem Magnetstreifen enthaltenen Daten. Bestimmte Geldautomaten im Ausland können keine Echtheitsprüfung der Karten vornehmen, etwa die Verifizierung der auf der Karte enthaltenen Sicherheitsmerkmale wie beispielsweise Hologramme. Bei Transaktionen im Internet entfällt diese Art der Sicherheitsüberprüfung generell.
25.08.2010 15:13:22
Wie viele andere Banken ist auch die Postbank in jüngster Zeit von Manipulationen an Geldautomaten betroffen. Weil die Transaktionszahlen an Postbank-Automaten kontinuierlich zunehmen, genießt das Thema „Sicherheit am Geldautomaten“ bei der Bank einen hohen Stellenwert. Zu ihren zusätzlichen Kontrollen zählen beispielweise die regelmäßige Überprüfung der Geldautomaten und deren Umfeld durch die Filialmitarbeiter und das im Jahr 2009 eingeführte kundenindividuelle Auslandslimit.
19.08.2010 10:09:56
Immer mehr Banken bieten ihren Kunden auch Services für die mobile Internet-Nutzung an, allerdings schließen die wenigsten davon Bankdienstleistungen mit ein. Wie das Anlegermagazin Börse Online im Rahmen einer Umfrage bei den 25 größten Banken und Discount-Brokern ermittelte, weisen mittlerweile 16 von ihnen ein allerdings ausgesprochen unterschiedliches Angebot für das iPhone und andere Smart-Phones auf. So liefert die Commerzbank nur einen rudimentären Service, der lediglich die nächstgelegenen Filialen und Geldautomaten anzeigt. Überweisungen sind nicht möglich, dafür gibt es aber Informationen über die DFB-Elf, zu deren Sponsorenkreis die Bank gehört.
18.08.2010 07:41:18
Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik hat eine Finanz- und Wirtschaftskrise nachhaltige Auswirkungen auf die Altersvorsorgesysteme. Allerdings muss letztlich sowohl in der gesetzlichen Rentenversicherung als auch im Bereich der kapitalgedeckten Vorsorge nur mit überschaubaren Verlusten gerechnet werden. Dies ergab eine Studie, die Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen und Johannes Vatter vom Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg im Auftrag von Union Investment durchgeführt haben.
13.08.2010 09:38:25
Die Treasury-Abteilungen der Top-600-Unternehmen der Welt nutzen mehrheitlich die Finanznachrichtendienste von SWIFT. Das Netzwerk stellt einen weltweiten Kommunikationsstandard zur Verfügung, mit dem Unternehmen Banken weltweit erreichen können. Die Anbindung kann über ein Service-Büro oder über eine eigene Infrastruktur erfolgen. Dem Anbieter zu Folge hätten auch in Deutschland die Treasury-Abteilungen vieler großer Firmenkunden für ihre Finanztransaktionen bereits einen direkten Zugang zu den Banken eingerichtet.
09.08.2010 13:02:43
Die Deutsche Bundesbank modernisiert ihre Kommunikationsinfrastruktur und schafft Alttechnologien ab: Mit Beginn des neuen Jahres entfällt der spezifische Gateway „Elektronische Öffnung“ (EÖ) der Bundesbank für die Abwicklung der ‚Low-Value Payments‘ des Elektronischen Massenzahlungsverkehrs (EMZ) von Bank zu Bank. Damit werden gleichzeitig FTAM, OFTP und X400 als Protokolle für den DTA-basierten Zahlungsverkehr abgelöst, nachdem diese Techniken im SEPA-Clearer der Bundesbank schon von vornherein nicht mehr angeboten wurden.
05.08.2010 09:22:52
Visa Europe führt im Rahmen eines Pilotprojektes mit der Deutschen Kreditbank AG (DKB) Visa CodeSure ein. Mit dem neuen Sicherheitsstandard „CodeSure“ sollen Kartenzahlungen online noch sicherer werden, indem im Internet durchgeführte Transaktionen einen eigenen Sicherheitscode erhalten. CodeSure wird in der Testphase für Kreditkarten verfügbar sein. Das Pilotprojekt mit der DKB beginnt noch dieses Jahr. Insgesamt 1.000 DKB-Privatkunden sollen ihre DKB VISA Card mit CodeSure im Alltag testen können.
03.08.2010 11:21:07
Das lang umstrittene "Bankdaten-Abkommen" ist am 1. August in Kraft getreten. Der Vertrag zwischen der EU und den USA erlaubt US-Geheimdiensten, bei der Fahndung nach internationalen Terroristen auch Überweisungen von europäischen Bankkunden zu prüfen. Zum Start der Regelung über die Weitergabe von Bankkunden-Daten hat der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar den Vertrag kritisiert. Laut einer Meldung der dpa würden unter anderem Daten von Bürgern übermittelt, gegen die überhaupt kein Verdacht besteht. Anders als Schaar begrüßte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) das Abkommen. So könnten weltweite Finanztransaktionen, die den internationalen Terrorismus förderten, nachvollzogen werden.